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Pferde ersetzen Maschinen im Donauwörther Stadtwald
Baumstämme nach dem Fällen aus dem Wald transportieren, das ist seit Jahrzehnten meist die Aufgabe von Maschinen. Im Donauwörther Stadtwald sind erstmals wieder Pferde dafür eingesetzt worden – ein Bild, das man in Zukunft häufiger sehen könnte.
Drei Gespanne mit Kaltblutpferden haben in den letzten Tagen knapp 70 Fichten aus dem Donauwörther Stadtwald bis zum nächsten Schotterweg gezogen. Die Methode ist teurer als der sonst übliche Einsatz von Maschinen. Donauwörths Stadtförster Michael Fürst ist mit den Ergebnissen aber so zufrieden, dass er auch im nächsten Jahr wieder Pferde im Stadtwald einsetzen will.
Schwere Maschinen verdichten den Waldboden
War es vor langer Zeit noch Standard, dass Baumstämme nach dem Fällen per Pferd aus dem Wald gezogen wurden, übernehmen diese Arbeit seit Jahrzehnten schwere Maschinen. Der Nachteil: Die Fahrzeuge verdichten den Waldboden und schädigen ihn dadurch. Durch den Klimawandel gibt es außerdem immer weniger Winter mit strengem Frost. Die Maschinen kommen deshalb nicht mehr so gut durch den Wald.
Hufspuren helfen neuen Bäumen
Auch die Hufe der Pferde hinterlassen Spuren. Anders als bei schweren Maschinen sind die aber nur oberflächlich und helfen laut Stadtförster Fürst bei der Verjüngung des Waldes: Sie dienen als Keimbett für die Samen der Bäume. Fürst sieht außerdem einen positiven Effekt auf die öffentliche Wahrnehmung des Waldes – gerade im Donauwörther Stadtwald, der als Naherholungsgebiet von vielen Spaziergängern und Wanderern genutzt wird.
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